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Wie alles begann...
Im Jahre 1975 begann Steve Harris als 19-jähriger seine ersten Gehversuche als Musiker. Inspiriert durch Bands wie WISHBONE ASH, UFO und die deutschen SCORPIONS kaufte er sich seinen ersten Bass und brachte sich das Spielen durch Sessions mit Kumpels und dem nachspielen von Songs seiner Lieblingsbands selbst bei. Doch gleichzeitig hegte Steve auch großes Interesse am Fußball - sein Lieblingsclub damals wie heute West Ham United - und hatte eigentlich auch eine Karriere als Profi-Fußballer im Kopf.
Doch die permanenten Entbehrungen sprich wenn er trainierte, gingen seine Kumpels einen heben, auf Rock-Konzerte, rissen Mädchen auf, oder verschanzten sich im Proberaum, gaben ihm schwer zu denken. Fortan konzentrierte sich Steve auf die Musik und gründete nach einigen nützlichen Erfahrungen in anderen Bands noch im selben Jahr die erste IRON MAIDEN - Besetzung!
<<<Der erste Zeitungsbericht von IRON MAIDEN, aus dem Jahr 1976.
Ganz rechts der blutjunge Steve Harris.
Auf den Bandnamen war Steve Harris gekommen:
IRON MAIDEN - die "Eiserne Jungfrau" war ein sargähnlicher Holzkasten, dessen Innenraum mit spitzen Nägeln bestückt ist. Darin wurden im Mittelalter Verbrecher und vermeintliche Hexen zu Tode gefoltert. Eddie, das Bandmaskottchen, soll der "Eisernen Jungfrau" entsprungen sein und begleitet die Band seither auf Schritt und Tritt!
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Die "Eiserne Jungfrau"
Doch schon begannen die ersten Schwierigkeiten: Da Steve bereits mit Bands wie SMILE oder GYPSY´S KISS lokale Erfolge vorweisen konnte, wurden auch einige Plattenfirmen auf IRON MAIDEN aufmerksam. Diese machten den Jungs allerdings zur Bedingung Musik und Outfit der damals grasierenden Punk-Welle anzupassen. Dies lehnten Steve und Anhang jedoch entsetzt mit folgender Bemerkung ab: "Lieber bleiben wir arm wie Kirchenmäuse, aber unseren Grundsätzen treu!" Die Band spielte auf eigene Kosten das legendäre Soundhouse Tape ein, darauf enthalten waren "Prowler", "Invasion", "Strange World" und "Iron Maiden". Gitarrist Dave Murray übergab seine Kopie an Neil Kay, den Rock-Disc-Jockey des Music-Clubs Soundhouse mit der Bitte er möge dieses doch mal ab und an auflegen. Die Resonanz die dieses Tape erweckte übertraf jedoch alle Erwartungen! Ständig wurde gefragt wo man dieses denn kaufen könnte. So kam es daß IRON MAIDEN die Möglichkeit angeboten wurde im Club aufzutreten. Jetzt wurde auch Rod Smallwood auf die Band aufmerksam und bot seinen Dienste als Manager an. Er buchte Gigs in ganz England für die aufstrebenden Londoner die jetzt auch von einem Talent-Scout der EMI entdeckt wurden. Was folgte war die Tour mit anderen Nachwuchsbands, die zeitgleich von der Plattenfirma `gesignt` wurden, hierbei gingen MAIDEN als die klaren Sieger hervor.
Nun wurde man als Vorgruppe von JUDAS PRIEST einer ersten Härteprobe unterzogen, die man mit Bravour bestand. Ja mehr noch, PRIEST bekamen nach den furiosen Auftritten der Vorband kaum mehr ein Bein auf den Bühnenboden!

<<<IRON MAIDEN 1979
v. li. nach re.: Steve Harris, Dave Murray, Paul Di´Anno, Clive Burr, Dennis Stratton
Das Feld war bestellt...
1980 kam mit "Running Free" die erste Single von MAIDEN auf den Markt und übertraf alle Erwartungen. Das Teil kletterte sofort auf Platz 30 der englischen Charts. Jetzt wurde die Band sogar für die bekannte
TV-Sendung "Top Of The Pops" eingeladen. Doch man sagte nur unter folgender Bedingung zu: Live spielen zu dürfen! Die BBC stimmte erstaunlicherweise zu.
Sie waren seit den WHO die 1972 ebenfalls Live auftraten die erste Band die wieder unverfälscht vor den Kameras agierte. Das kurz darauf folgende Debut-Album kletterte auf Anhieb auf Platz 4 der Charts und dieser Erfolg war ehrlich erarbeitet.
Kurz darauf erfolgte eine Umbesetzung. Dennis Stratton verlies die Band wegen musikalischer Differenzen und wurde flugs durch Adrian Smith´s alten Kumpel Dave Murray ersetzt.
Anfang Februar 1981 erschien das zweite Album Killers, die Songs waren nun noch ausgefeilter und dynamischer, die Bassläufe von Harris unglaublich und fast schon als Lead-Bass zu bezeichnen! Die Band stand kurz vor dem weltweiten Durchbruch.
Doch zuerst ging es wieder auf ausgedehnte Tour mit KISS, die MAIDEN auch nach `Good old Germany` führte. Dies etablierte die jungen Engländer endgültig als Anführer der New Wave Of British Heavy Metal (N.W.O.B.H.M.)!
1981 mit dem neuen Gitarristen Adrian Smith (2. v. links)
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Bruce Dickinson steigt wie Phoenix aus der
Asche...1982 standen die Zeichen dann auf Sturm! Da Paul Di´Anno zunehmend Drogen und Alkohol zusprach - so daß er für die aufstrebende Band letztendlich zu einem Unsicherheitsfaktor wurde - holte man von SAMSON den Ausnahmeshouter Bruce Dickinson in die Band. Bei einem Gig im Londoner Rainbow wurde der neue Sänger den Fans vorgestellt, und aufgrund seiner
überragenden stimmlichen Fähigkeiten und der charismatischen Bühnenpräsenz euphorisch aufgenommen.
<<<1982 mit Bruce Dickinson
(Mitte)
IRON MAIDEN in ihrer kreativsten Phase...
Das angekündigte neue Album mit Bruce wurde von den Fans mit knisternder Spannung herbeigesehnt, und übertraf letztendlich alle Erwartungen.
Schon die vorab veröffentlichte Single "Run To The Hills" gab einen trefflichen Vorgeschmack und kletterte bis auf Platz 8 der britischen Charts, was damals wie heute in England fast ein Ding der Unmöglichkeit ist!
Doch das dann erscheinende Number Of The Beast-Album machte IRON MAIDEN mit einem Schlag weltweit bekannt, und gilt bis heute als ihr bestes Werk und eine der wichtigsten LP´s des Heavy Metal! Die anschließende Mammut-Tour bewältigten MAIDEN innerhalb von 8 Monaten, mit 180 Gigs unter anderem in Australien, Neuseeland und natürlich den USA.
Die Tournee wurde nur kurz unterbrochen um auf dem heimischen Reading-Festival vor 35.000 Fans aufzuspielen. Am Ende der Tour war erneut ein Ausstieg zu vermelden. Ausnahmedrummer Clive Burr fühlte sich dem Stress nicht mehr gewachsen und wurde durch den früheren TRUST-Schlagzeuger Nicko McBrain ersetzt.
<<<1983 mit Neu-Drummer Nicko McBrain (2. v. rechts)
Die Vorbereitungen zum nächsten Longplayer Piece Of Mind liefen an, und die Band befand sich in ihrer wohl kreativsten Phase. Zumal jetzt auch das Line-Up auf Jahre hinaus stabil bleiben sollte. Als das Album Mitte Mai 1983 erschien und sofort wieder einen Spitzenplatz in den Verkauscharts einnahm, hatte man sich endgültig als weltweit wichtigste Metal-Band der damaligen Zeit etabliert. Auch die abermals folgende Worldtour verlief triumphal, und endete mit einem Konzert vor laufenden TV-Kameras in der Dortmunder Westfalenhalle, mit anderen Heavy-Acts wie den SCORPIONS, SAXON, KROKUS u.a.; leider wurde dieses Event nur stark verkürzt ausgestrahlt, aber das war ja vom deutschen Fernsehen nicht anders zu erwarten gewesen!

Ausnahmesänger Bruce Dickinson - immer zu Späßen aufgelegt!>>>
IRON MAIDEN waren nun unabläßig in einem Album/Tour-Rhythmus und bereiteten schon die vierte LP Powerslave vor. Das Album kam dann mit dem bisher ausgefeiltesten Cover-Artwork daher, und bescherte der Band wiederum riesige Erfolge. Zudem bereiste man auf der anschließenden "World Slavery Tour" erstmals Ostblock-Länder wie Polen, Ungarn oder Jugoslawien.
Bei einem Abstecher nach Brasilien für "Rock In Rio" trat man vor 200.000 (!) enthusiastischen Südamerikanern auf, die den Jungs buchstäblich zu Füßen lagen!
Zurück in den USA gelang es 4x hintereinander die Long Beach Arena bis auf den letzten Platz zu füllen. Es bestand kein Zweifel mehr: Die Band war auf dem Höhepunkt ihrer Popularität angelangt. Als die Tour 1985 beendet war gönnte man sich seit langer Zeit den ersten richtigen und auch wohlverdienten Urlaub der Band-Geschichte.
Die Fans wurden dennoch mit der Live-Scheibe "Life After Death" und dem gleichnamigen Video beglückt.
<<<Album-Cover von Somewhere In Time
Das Mitte ´86 erscheinende "Somewhere In Time"-Album brachte eine Neuerung im Sound der Band. Erstmals experimentierte man mit Synthesizer, was sich jedoch keineswegs negativ auswirkte, sondern der Band gar ungahnte Möglichkeiten bei den überragenden Songs des Albums eröffnete. Das Cover zierte
Bandmaskottchen Eddie im Cyborg-Outfit in einer Blade Runner mäßigen Kulisse. Die nachfolgende Tour die hinter dem "Eisernen Vorhang" in Belgrad begann und 8 Monate später im japanischen Osaka ihr Ende fand, war wiederum sehr erfolgreich und die jeweiligen Bühnenshows sehr aufwendig gewesen.
Das im April 1988 erschienene Konzept-Album Seventh Son Of A Seventh Son stellte einen weiteren kreativen Höhenflug in der Bandgeschichte dar. Die Band sprühte nur so vor innovativen Ideen, Bruce Dickinson sang wie ein Gott und die Instrumentalisten strotzten nur so vor Spielfreude! Neben Number Of The Beast wohl das beste und ambitionierteste Werk der Briten, mit solch genialen Songs wie "Moonchild", "The Clairvoyant" und dem Titlestück.
Die folgende Tournee begann in den USA und gipfelte im Glanzpunkt "Monsters Of Rock" in Donington, wo man natürlich Headliner war. Dort spielte man u.a. mit GUNS ´N ROSES, MEGADETH, KISS, HELLOWEEN u. DAVID LEE ROTH vor 102.000 Fans.
Zeit für eine Pause... Bruce - ein Workoholic!
Da für's darauffolgende Jahr keine neue LP-Produktion ins Haus stand, konnte sich die Band eine Pause gönnen, oder wie Bruce Dickinson anderen Projekten zuwenden.
Zusammen mit Gitarrist Janick Gers arbeitete der Sänger an seinem erstem Solo-Album Tattoed Millionaire, welches eher Rock-mäßig ausfiel und mit MAIDEN nicht viel zu tun hatte. Aber trotzdem absolut Top wurde und mit "Son Of A Gun", "Gypsy Road" und "Born In´58" absolute Übersongs vorweisen konnte! Außerdem veröffentlichte er 1990 in England sein 1987 in diversen Hotelzimmer, während der Tour geschriebenes Buch "Lord Iffy und die Sexmaschine", welches 1996 auch in Deutschland beim Bastei-Lübbe Verlag erschien - Dickinson der
Workoholic! Im Januar 1990 kam die Band dann zusammen, um die Arbeiten an No Prayer For The Dying zu beginnen. Eine weitere Umbesetzung - die erste seit sieben Jahren - war das erste Ausrufezeichen in diesem noch jungen Jahr. Adrian Smith war aufgrund seiner Solo-Aktivitäten nicht mehr sicher ob er noch einhundert Prozent für die Band geben konnte, so sah man sich gezwungen Janick Gers - der zuvor unter anderem in Ian Gillan´s (jetzt wieder Sänger bei DEEP PURPLE) Band spielte und zuletzt die Gitarrenparts auf Bruce´s Solo-Album übernahm - zu IRON MAIDEN zu holen.
<<<1990 Backstage, in der Mitte Janick Gers
Man nahm erstmals im eigenen Studio auf. Steve Harris hatte seine Scheune dementsprechend umgebaut und das ganze bekam einen familären Touch.
Jedoch gilt No Prayer For The Dying als schwächster Output der Band-Geschichte.
Die Songs hatten einfach nicht mehr den Biss und die Innovativität der früheren Meisterwerke. Songs wie die damalige Single-Auskopplung "Holy Smoke" plätscherten vor sich hin, und ich als alter Fan der Band war schwer enttäuscht!
Einzig der von Dickinson alleine verfasste Track "Bring Your Daughter To The Slaughter", der aber eher auf sein Solo-Album gepasst hätte, sowie das überlange "Mother Russia" konnten einigermaßen gefallen. Der Weggang von Adrian Smith der solch genialen Tracks wie "Wasted Years", "Moonchild" oder "The Prisoner" komponierte, machte sich negativ bemerkbar.
Auf der folgenden Tour überzeugten MAIDEN jedoch abermals, und mit Janick Gers hatten man einen guten Fang gemacht, denn dieser ging voller Enthusiasmus zu Werke.
Die Tour endete im März 1991. Man hatte zwar noch geplant in Australien und Japan zu Spielen, aber der Golf-Krieg machte einen Strich durch die Rechnung!
Als Fear Of The Dark im Mai ´92 erschien wunderten sich die Fans über das Cover.
Das konnte doch unmöglich von Derek Riggs gezeichnet worden sein!? Die Band wollte neue Wege beschreiten und entschied sich für ein Cover-Vorschlag von Melvyn Grant. Zudem machte man sich wohl intern einige Gedanken darüber "Eddie" etwas in den Hintergrund zu drücken. Die Songs waren wieder eine ganzer Ecker besser als beim Vorgänger ausgefallen, besonders der Titlesong und die Power-Ballade "Wasting Love" konnten begeistern. Dies sollte ein letzter kreativer Rundumschlag der Band sein, bevor im März 1993 eine Bombe platzte, die Fans in aller Welt mit großer Bestürzung registrierten.
<<<Fear Of The Dark-Cover
Bruce war schon längere Zeit unzufrieden, und dachte seinen kreativen Ideen seien bei IRON MAIDEN zu enge Grenzen gesetzt. Auch sein sehr erfolgreiches erstes Solo-Album hatte ihn auf den Geschmack gebracht und sein künstlerisches Ego befriedigt.
Zwar einigte man sich darauf noch eine Abschiedstour zu spielen bzw. das im März ´93 erschienene Live-Alben A Real Live One zu promoten, doch das Feuer vergangener großartiger Jahre war erloschen! Schon während der laufenden Tour schaute man sich nach einem geeigneten Nachfolger um. Sie wurden von Bewerbungen überflutet. Für das letzte Konzert mit Bruce ließ sich die Band etwas ganz besonderes einfallen: Alle seine Freunde wurden für dieses sog. "Raising Hell"-Konzert eingeladen und der Abschied verlief sehr emotional.
<<<Bruce, damals noch mit langer Mähne!
Nach intensiver Sichtung der eingegangenen Demo-Tapes entschied man sich schließlich den früheren
WOLFSBANE-Sänger Blaze Bayley ins Boot zu holen. Dies war meiner Meinung nach ein riesiger Fehler, da dieser über einen sehr begrenzten Stimmumfang verfügte und Dickinson zu keiner Sekunde ersetzen konnte.
Auch war sein kreativer Beitrag zu den folgenden zwei enttäuschenden Alben sehr gering. Die Songs wurden quasi um seinen sehr beschränken Stimmumfang
herumgkomponiert, was Steve Harris sogar gegenüber Journalisten andeutete!
Harris, Bassist & Bandgründer wehrte sich zwar in etlichen kritischen Interviews, seitens der Metal-Presse gegen die Vorwürfe Bayley könne die Erwartungen nicht erfüllen, mit der Aussage dieser hätte mit seinem grenzenlosen Enthusiasmus wieder Feuer und Schwung in die Band gebracht. Doch die Wahrheit sah anders aus. Die Sängerwahl war ein Schnellschuß! Bayley´s monotone Stimme passte zwar zu einer Heavy-Rock Band wie WOLFSBANE, aber IRON MAIDEN - die beste Heavy Metal Band der Welt brauchte einen ebenso herausragende Sänger, einen Stimmakrobaten der die unzähligen Klassiker der Band auch dementsprechend Live rüberbringen konnte!
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1995 mit Blaze Bayley (Mitte)
Ende März 1998 erschien nun The X Factor, und wie schon oben erwähnt machte sich bei den meisten Fans Enttäuschung breit. Als ich die Scheibe damals in den CD-Player legte, war ich der letzte der Bayley keine echte Chance gegeben hätte. Aber ich wartete und wartete... bis dieser endlich mal nur eine halbe Oktave höher singt bzw. den Songs den letzten Kick gibt. Aber er konnte es nicht.
Manoomann, eine Götter-Band wie IRON MAIDEN mit einem stimmlich sehr begrenzten Shouter - ein Albtraum war wahr geworden und ich mittendrin! Und noch eine Neuerung: Seit langer Zeit wurde ein IRON MAIDEN-Album nicht von Legende Martin Birch produziert! Nun mußte ich meine grenzenlose Enttäuschung erstmal mit einigen Bier ´runterspülen.
Auch das im März 1998 folgende Album Virtual XI enthielt mit dem schnellen Opener "Futureal" oder "The Clansman" recht wenig überdurchschnittliches Material, und die Band lief Gefahr aufgrund der wiederum schwachen Scheibe in Vergessenheit zu geraten. Deswegen wollen wir an dieser Stelle gar nicht mehr näher auf diese mageren Jahre eingehen, sondern uns der Gegenwart und DER Reunion der Metalszene zuwenden.
"Mr. Air Raid Siren" is back....
1999 Return of the Lost Sons Bruce Dickinson & Adrian Smith!
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Die Meldung im Frühjahr´99 schlug wie eine Bombe ein, und die Metal-Fans in aller Welt waren aus dem Häuschen! Sollte es denn wirklich wahr sein? Bruce is back? Doch nicht nur dies, im Schlepptau hatte er zudem noch Adrian Smith, der ihm zuvor bei zwei weiteren Solo-Alben (den phantastischen Accident Of Birth & Chemical Wedding) Gitarrentechnisch zur Seite stand. Den Grundstein legte der langjährige Band-Manager Rod Smallwood. Am 25. Januar 1999 trafen sich Bruce und Steve in Rod´s Haus in Brighton, England - und das Treffen verlief harmonischer als beide Parteien sich dieses wohl vorgestellt hatten. Nach einem kurzem Gespräch stand der Entschluß fest: Bruce kommt zurück, und Steve schlug zudem vor Adrian Smith wieder in die Band zu holen, der begeistert auf dessen Anfrage reagierte. Nun hatte die Band plötzlich drei Gitarristen, was Live ungeahnte Möglichkeiten bot.
Die Erwartungen sind hoch...
Am 8. Mai 2000 erschien die Vorab-Single "The Wicker Man", was die Erwartungshaltung ins grenzenlose ausufern ließ.
Am 29. Mai 2000 folgte das heißersehnte Comeback-Album mit Bruce & Adrian -
Brave New World - eine Scheibe auf die fast die gesamte Metal-Gemeinde begierig gewartet hatte!
Und der Silberling enttäuschte nicht, im Gegenteil - das beste IRON MAIDEN-Album seit 1988 (Seventh Son Of...) fand bei Presse und vor allem bei den Fans riesigen Anklang. Durch das nun wieder vorhanden Songwriter-Team Harris, Dickinson und Smith gelang es der Band tatsächlich wieder zu alter Stärke zurück zu finden.
Die unverwechselbaren phantastischen Vocals von Bruce taten ihr übriges.
Songs wie beispielsweise "Ghost Of The Navigator", "Dream Of Mirrors", das orientalisch angehauchte "The Nomad" oder der Titelsong gehören zu den besten Kompositionen der Jungs aus dem Londoner
East-End. Das Jahr war gerettet und die Band brach zu einer triumphalen World-Tour auf, die am 19. Januar diesen Jahres beim `Rock In Rio`-Festival vor erneut 200.000 Fans ihren absoluten Höhepunkt fand, welches das mir vorliegende & sündhaft teure Import-Bootleg gleichen Namens deutlich macht!
<<<Live beim "Rock In Rio" -Open Air in Brasilien
Auch in Zukunft wird man von IRON MAIDEN nichts anderes als Klassiker erwarten, doch in dieser Besetzung dürfte ihnen dies nicht sonderlich schwer fallen.
A Legend is back, Heavy Metal is the Law and Eddie rules!
Up the Irons!!!
(Pit Schneider, Juni 2000)
Diskographie:
14.04.1980 IRON MAIDEN
02.02.1981 KILLERS
29.03.1982 NUMBER OF THE BEAST
16.05.1983 PIECE OF MIND
03.09.1984 POWERSLAVE
14.10.1985 LIVE AFTER DEATH
29.06.1986 SOMEWHERE IN TIME
11.04.1988 SEVENTH SON OF A SEVENTH SON
01.10.1990 NO PRAYER FOR THE DYING
11.05.1992 FEAR OF THE DARK
22.03.1993 A REAL LIVE ONE
18.10.1993 A REAL DEAD ONE
08.11.1993 LIVE AT DONINGTON
02.10.1995 THE X-FACTOR
23.09.1996 BEST OF THE BEAST
23.03.1998 VIRTUAL XI
29.05.2000 BRAVE NEW WORLD
05.09.2003 DANCE OF DEATH
24.08.2006 A MATTER OF LIFE AND DEATH
13.08.2010 THE FINAL FRONTIER
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