Classics

Klassiker des Heavy Metal - Part I

(ohne Bewertung, da eine solche die Skala sprengen würde!)

Iron Maiden - Seventh Son of a seventh son / Erscheinungsjahr 1988

Das Konzept-Album daß IRON MAIDEN damals veröffentlichten lies keine Wünsche des Metal-Fans offen! Schon der erste Song „Moonchild“ machte klar wo es hier lang ging: Ein Gott-Sänger (Bruce Dickinson) in absoluter Hochform, eine Band die absolut „tight“ aufeinander eingespielt war, Songs die trotz aller Härte und Schnelligkeit nie die nötige Melodiösität vermissen liesen, und eine Produktion von der Legende Martin Birch die damals wegweisend für viele aufstrebende Producer war. Anspieltipp: „The Clairvoyant“ Kurzum: Meiner Meinung nach das beste Maiden-Album aller Zeiten!

Van Halen - First / Erscheinungsjahr 1978

Die Geniale & sogleich aufsehenerregende Gitaren-Technik des damals blutjungen Eddie Van Halen brachte die Band gleich mit ihrem Debut-Album in aller Munde. Gitarristen aus aller Welt verknoteten sich damals die Finger, bei dem Versuch die Soli von Eddie nachspielen zu wollen! Dazu der exzentrische David Lee Roth am Gesang, der durch seine wilden Bühnenshows auf sich aufmerksam machte, sowie zudem noch mit seinem Gesang absolut in diese Band passte und eine absolut drückend Rhythmus-Sektion mit Alex Van Halen & Mike Anthony. Dass war eine hochexplosive Mischung die die Band mitte der Achtziger an die absolute Spitze brachte, wo sich sich bis heute etablieren konnte. Songs wie „Running With The Devil“, „Ain´t Talking ´Bout Love“ oder das von den KINKS phantastisch gecoverte „You Really Got Me“ sind heute absolute Klassiker des Metal!

Accept - Breaker / Erscheinungsjahr 1984

Anno Domini 1984 legte eine deutsche Metal Band ein Album vor, daß wegweisend für viele andere - heute noch aktiven Bands sein sollte. ACCEPT waren sich dessen damals wohl kaum bewusst, galt doch deutscher Metal gemeinhin als „Krautrock“, und die einzige deutsche Metal-Band die damals im Ausland akzeptiert wurd waren die SCORPIONS. Doch dies sollte sich schon bald änderen. Denn hier legten die Jungs ein absolutes Meisterwerk hin, dass vor geilen Metal-Hymnen -geprägt von Wolf Hoffmanns klassisch beeinflußter Gitarrenarbeit - nur so strotze. „Breaker“, „Run If You Can“ & „Burning“ heißen einige Ihrer Highlights und Udo Dierkschneider (Gesang) war der neue deutsche Metal-Gott. Wer dieses Album nicht kennt, hat den Metal verpennt!

Savatage - Power of the Night / Erscheinungsjahr 1985

Die Brüder Jon & Chriss Oliva legten Mitte der Achtziger mit Ihren Kumpels Keith Collins & Steve Wacholz eine absolut kraftstrotzendes Album auf´s Parkett, welches jahrelang Ihr Aushängeschild bleiben sollte, und es für mich sogar bis heute auch noch ist. Absolut harter, rotziger Metall mit einem Jon Oliva der wahnwitzige Schreie loslies, und seinem Bruder Chriss der schon damals an der Gitarre aufgrund seines Riesen-Talents auf sich aufmerksam machte. Als ich damals - noch in der Ausbildung - diese Mucke zusammen mit einem Kumpel erstmals hörte, sind wir ne dreiviertel Stunde moshend und Biertrinkend durch die Bude gehüpft. Und auch jetzt beim Schreiben dieser Zeilen juckt´s mich wieder mächtig! Ein Klassiker! Und wie das Cover verdeutlicht: Ein Schlag voll in die Fresse!

Triumph - Allied Forces / Erscheinungsjahr 1981

Das beste Album der kanadischen Ausnahme-Band TRIUMPH. Genau so verspielt wie ihre Landsmänner RUSH, nur wesentlich härter, schneller und mit einem Gespür für geniale Melodien & Tempiwechsel ausgestattet. Die sehr hohe Stimmlage vom Sänger ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, jedoch passt sie hier wie die berühmte Faust auf´s Auge! Anspieltipp: Der Über-Song „Fight The Good Fight“ Buy or die!

April Wine - The Nature of the Beast / Erscheinungsjahr 1981

APRIL WINE, widerum eine kanadische Band mit ihrem Überfliegeralbum von ´81. Wer auf die Kombination von melodischem Metal & Hardrock kann, und auch einigen Balladen offen gegenübersteht, der kommt an diesem Album nicht vorbei. APRIL WINE sind das kanadischen Gegenstück zu unseren Scorpions, allerdings zu „Lovedrive“, Animal Magnetism“ & „Blackout“ - Zeiten! Songs wie „Sign Of The Gypsy Queen“, das treibende „Future Tense“ oder das fast schon als Speed-Metal zu bezeichnende „Crash And Burn“ MUSS man gehört haben, wenn man mitsprechen will. Legendär!

Manowar - Hail to England / Erscheinungsjahr 1984

MANOWAR, eine Band die man entweder liebt oder hasst, veröffentlichten 1984 ihr bis dato meiner Meinung nach stärkstes Album. „Ausgestattet“ mit einem der besten Metal-Sänger überhaupt - Eric Adams, Joey de Mayo am Bass, den man wohl eher als Lead-Bassisten bezeichnen kann, Ross The Boss an der Gitarre und dem Drum-Tier Scott Columbus viel dies auch nicht sonderlich schwer. Die Songs strotzen nur so vor genialen Vocals, Melodien, hartem Gitarrenspiel und einer unbändigen Drum-Power! MANOWARS Stil ist mit nichts vergleichbar, oft kopiert aber niemals erreicht. Also reinhören und zu Hammer-Songs wie „Bridge Of Death“, „Blood Of My Enemies“ oder „Kill With Power“ die Birne schütteln & sich ein kühles Blondes reinziehen.

Dio - Holy Diver / Erscheinungsjahr 1983

Der ehemalige RAINBOW - Sänger Ronnie James Dio veröffentlichte 1983 zusammen mit Gitarrist Vivian Campbell (heute bei DEF LEPPARD), Drummer Vinnie Appice & Bassist Jimmy Bain einen absoluten Klassiker des Metal - in der Tradition von RAINBOWS Referenz-Album „Rising“, wo Dio damals Weggefährte von Ritchie Blackmore war. Hier einzelne Songs hervorheben zu wollen würde an Majestätsbeleidigung grenzen! Und über Dio´s Sangeskünste noch Worte zu verlieren wäre Zeitverschwendung.

Queensryche - The Warning / Erscheinungsjahr 1984

Eine meiner Alltime-Favourites-CD´s! Leute tut mir leid, aber hier bin ich absolut befangen. Wie oft lag ich in der Badewanne und hörte mir dieses Meisterwerk an? Aber los geht’s: Schon 1 Jahr zuvor mit Ihrer ersten Veröffentlichung, der Maxi „Queen Of The Reich“ schlug die Band damals wie eine Bombe in der Szene ein. Treibende hochmelodische Songs, einem Sänger „aus einer anderen Welt“, und technisch hochversiert waren Sie jeder Herausforderung gewachsen, die später mit „Operation Mindcrime“ Ihren vorläufigen Höhepunkt finden sollte. Wer diese CD noch nicht kennt sollte sich „Roads to Madness“ oder „Take Hold The Flame“ im CD-Laden anhören, niederknien und folgendes andächtig aussprechen: „Ich bin unwürdig, ich bin unwürdig...“

Helloween - Keeper of the seven Keys Part II / Erscheinungsjahr 1988

Schon mit dem Vorgänger „Keeper...Pt. I“! konnten HELLOWEEN riesige Erfolge feiern. Dies lag nicht zuletzt an Michael Kiske, der Kai Hansen am Gesang ablöste, so daß dieser sich fortan dem Gitarrenspiel widmen konnte. Hansen bildete zusammen mit Michael Weikath ein kongeniales Songwriter- Duo. Dieses Niveau haben bisher weder GAMMA RAY noch die heutigen HELLOWEEN je wieder erreicht! Überzeugt Euch selbst und lauscht Über-Songs wie „Eagle Fly Free“, „You Allways Walk Alone“ oder dem Monumentalen 13-Minuten Titelsong. Hier wird melodischer Speed-Metal in Vollendung geboten.


Pit Schneider