Classics

Klassiker des Heavy Metal - Part III

(ohne Bewertung, da eine solche die Skala sprengen würde!)

Demon - Night of the Demon & the unexpected Guest / Erscheinungsjahr 1980/81

Hier handelt es sich um die zwei ersten Alben der Underground-Legende DEMON. Sie begannen etwa zeitgleich mit IRON MAIDEN in England ihre Karriere, jedoch wurden sie nicht annähernd so erfolgreich wie diese. Musikalische Gründe hatte dies wahrlich keine, denn das musikalische Potential dieser Band ist phänomenal hoch, und mit Dave Hill haben die Jungs einen charismatischen Sänger der Extraklasse in Ihren Reihen (nachzuhören auch auf dem aktuellen Werk „Spaced Out Monkey“). Also reinhören, und zu Götter-Songs wie „Night Of The Demon“, „The Unexpected Guest“, „Father Of Time“ oder „Total Posession“ in Nostalgie schwelgen! Diese Klassiker gibt’s momentan zusammen auf einer CD zum Normalpreis! Deswegen auch oben die ausführlichere CD-Beschreibung - am besten gleich bei Amazon.de bestellen, oder im CD-Laden eures Vertrauens abgreifen. Muss man haben!

Def Leppard - Pyromania / Erscheinungsjahr 1983 

DEF LEPPARD wurden mit dem Erscheinen ihres Genie-Streichs PYROMANIA mit einem Schlag zur weltweit erfolgreichsten Band aus dem harten Genre. Vergleichbar mit dem Status von METALLICA den diese mit Ihrem Black-Album erreichten. Dies war aber nicht weiter verwunderlich, strotzt PYROMANIA doch vor erstklassigem Songmaterial das genial von Joe Elliot gesanglich umgesetzt wurde. Jeder Song hat einen sofort ins Ohr gehende Refrain, mit mehrstimmigem „Chorgesang“ der ein Markenzeichen der Band werden sollte, perfektioniert auf dem Nachfolger HYSTERIA, der aber wesentlich kommerzieller war wie das vorliegende Album. Sie schafften es wie damals keine zweite Band harte Gitarrenriffs mit unglaublicher Melodiösität und prägnanten, nicht mehr aus dem Ohr gehenden Refrains zu verknüpfen. Vor allem in den USA war dieses Album Mega-erfolgreich, wie die kürzlich verliehene Diamantne (!!!) Schalplatte für 10 Millionen verkaufter Exemplare beweist. Anspieltipps: „Photograph“, „ To Late For Love“, das schnelle „Action! No Words“ und die Hymne „Billy´s Got A Gun“. Ein Meisterwerk des melodischen Metal!

AC/DC - Highway to Hell / Erscheinungsjahr 1979

 Das letzte Album mit dem legendären Bon Scott am Mikro ist gleichzeitig auch das beste Studioalbum der ersten AC/DC-Dekade. Das gleichnamige Titelstück des Albums ist eine der ganz großen Hymnen des Heavy Metal. Die elektrisierenden Gitarrenriffs auf diesem Album kombiniert mit den zynischen Lyrics von Bon Scotts der alles, jeden und auch sich selbst auf die Schippe nahm, begeistern auch heute noch. Alltime-Classics wie „Walk All Over You“, „Touch To Much“, „If You Want Blood“ oder das furiose „Beating Around The Bush“ klingen heute wie damals ungemein frisch, schweißtriefend, durstig und sexy - so wie guter Metal sein sollte! Legendär!

Iron Maiden - Iron Maiden / Erscheinungsjahr 1980

 1980 erschien die erste IRON MAIDEN-LP, was einer Revolution im Heavy Metal gleichkam, schon das genial bösartige Cover machte klar was hier auf einem zukam. Die Musik war einfach ungemein schnell, innovativ, treibend, mit etlichen Breaks und Tempiwechsel durchsetzt - einfach Geil! So geil das ich damals mit meinen Kumpels vor Begeisterung in irgendeiner Bude rumgehüpft bin, lauthals mitgröhlte und „Air-Guitar“ spielte. Hier hieß es den Lautstärkeregler nach rechts drehen um die gesamte Power und Intensität einfangen zu können. Damals sang noch Paul Di´Anno, dessen Stimme haargenau zu diesen Über-Songs passte. Jeder Track dieser Scheibe ist noch heute ein absoluter Klassiker (ICED EARTH coverten auf ihrem aktuellen Album HORRORSHOW das Instrumental „Transylvania“) Also, wer diese Scheibe nicht kennt dem ist fast nicht mehr zu helfen. Aber nur fast: Sofort diese Teil besorgen und zu Songs wie „Charlotte The Harlot“, „Running Free“ oder „Phantom Of The Opera“ den Spirit der 80er Jahre des Metal einsaugen!

Judas Priest - British Steel / Erscheinungsjahr 1980

 JUDAS PRIEST gelang es mit dem Gitarren-Riff von „Breaking The Law“ eines der bekanntesten Riffs des Heavy Metal zu erschaffen. PRIEST waren damals die Personifizierung des Heavy Metal (und schon einige Jährchen länger aktiv als IRON MAIDEN), was auch an Metal God & Front-Sirene Rob Halford lag, der auf der Bühne unnachahmlich und bis heute unerreicht ist. Ausgestattet mit wohl der markantesten Stimme aller Metal-Sänger. Alles, was später wegweisend für den Heavy Metal sein sollte, ist hier enthalten: Pfeilschnelle Riffs in "Rapid Fire", Hymnen wie "Metal Gods" und "United", sowie der obligatorische Mitgröhl-Song "Living after Midnight." Die Headbanger von damals sind mittlerweile wohl teilweise brave Familienväter (he, he, he...), und diejenigen, die Judas Priest noch nicht kennen, sollten sich British Steel umgehend besorgen, bleibt es doch ohne Zweifel das beste Album der Engländer.

Kiss - Alive II / Erscheinungsjahr 1977

 Dies ist das erfolgreichste Live-Album aus dem Heavy-Bereich aller Zeiten, und brachte für KISS den weltweiten Durchbruch. Im August 1977 entschlossen sich Kiss vier Shows im Los Angeles Forum mitzuschneiden, die Fortsetzung von Alive! Hier enthalten sind unter anderem "Detroit Rock City", "I Stole Your Love", "Love Gun", "God Of Thunder" oder "Shout It Out Loud"; Dazu wurden kurzerhand noch fünf Studiotracks eingespielt und als weiterer Kaufanreiz - sprich Seite 4 -dem Doppelalbum beigefügt. Richtig interessant ist Alive II aber vielmehr aufgrund seiner mitreißenden und packenden Live-Atmosphäre, die durch das stark verbesserte Songwriting der 4 Jungs noch sehr viel explosiver ist, als auf Alive!. Ganz gleich wo man hier reinhört, Kiss geben fast immer Vollgas und die Produktion d.h. der Sound ist vom allerfeinsten. Somit gönnen sie ihren Fans nur bei "Hard Luck Woman" und "Beth" (mit dem ihnen ein absoluter Super-Hit gelang) nur kleine Verschnaufpausen. Das man sich auch showmäßig zum damaligen Zeitpunkt auf dem absoluten Höhepunkt der Karriere befand, davon zeugen die überaus beeindruckenden Live-Photos des Booklets.

Whitesnake - 1987 / Erscheinungsjahr 1987

 Ex-DEEP PURPLE Stimme David Coverdale und seine Band (namentlich John Sykes, Aynsley Dunbar, Neil Murray) haben damals die auf den früheren Alben zu hörenden Blues-Einflüsse reduziert, um ihre Musik einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Und das Songwriting war absolut top! Coverdale befand sich am Zenit seines kompositorischen wie gesanglichen Könnens "Still Of The Night", "Give Me All Your Love", "Here I Go Again" oder "Is This Love" hießen die Hits, dies schlug sich in den Verkaufszahlen des Albums nieder. Die Gitarrenarbeit des John Sykes ist noch heute als absolut fantastisch zu bezeichnen (Beispiel gefällig?>>>„Bad Boys“) und gab der gesamten Band einen richtigen Schub. Damals gab es nur wenige Musiker, die es wie Coverdale schaffen, den Wandel auf Messers Schneide zu bewältigen, soll heißen die Eingängigkeit der Songs mit einem gewissen musikalischen Anspruch zu verbinden. Dazu kommen seine augenzwinkernden Texte, die einem immer wieder ein Schmunzeln abnötigen, aufgrund der typisch Coverdale´schen chauvinistischen Ader. Egal an welchem Ort man die Scheibe hört, hier ist gute Laune angesagt. Das dachten damals wohl auch Millionen von Rock-Fans in aller Welt, die diese Scheibe zu einer der erfolgreichsten Heavy-LP´s aller Zeiten machten. Wer einen der ganz wichtigen Klassiker der 80er besitzen will, sollte sich 1987 ins heimische Regal stellen.

Motley Crue / Erscheinungsjahr 1984

 Wie schon auf dem Cover zu erkennen ist, waren die Mötley´s damals die absoluten Poser vor dem Herren, was sie aber nicht im geringsten daran hinderte einen absoluten Knaller in Form von SHOUT AT THE DEVIL abzuliefern - bis heute das absolute Meisterwerk einer  Band die damals abrockte wie der Teufel, und des Genres Glam-Rock! Man sollte sich also vom Cover nicht abschrecken lassen, sondern in absolut rotzig vorgetragene Kracher wie das schnelle „Red Hot“, das treibende „Bastard“, das hymnenhafte „To Young To Fall In Love“ oder den mit einem infernalische, teuflischen Intro beginnenden Titelsong reinhören. Hier verbinden die Crüe´s Eingängigkeit und Heavyness zu einer Einheit, die jede Party zum Überkochen bringt! Hier wird deutlich daß die Band absolut vom Metal oder auch Punk beeinflusst war, was auf späteren Releases zugunsten charttauglicher Songs weichen musste, schade. Die mir hier vorliegende CD ist mit 3 Demo-Songs und einem bisher unveröffentlichten Song angereichert. Zugreifen!

Krokus - Metal Rendevous / Erscheinungsjahr 1980

 Die Schweizer Band KROKUS konnte mit diesem Album erstmals auf sich aufmerksam machen. Hier sind einige der besten Songs der Eidgenossen zu hören: "Heatstrokes", "Bedside Radio" und die phantastische Ballade "Tokyo Nights". METAL RENDEVOUS ist eine richtungsweisende LP des 80er eropäischen Melodic-Metal. Interessanterweise sind hier auch asiatische Einflüsse auszumachen,  jedoch gänzlich ohne die heute übliche Effekthascherei. Zwar fühlt man sich wegen des sehr rauen, krächzenden Gesangs von Frontmann Marc Storace, stets an AC/DC zu Bon Scott-Zeiten erinnert, jedoch waren KROKUS wesentlich metallischer als die Australier ausgerichtet, und bewahrten sich somit ihre musikalische Eigenständigkeit. Zeitweise wurde sogar gemunkelt Storace würde die Nachfolge des leider viel zu früh verstorbenen Bon Scott antreten, doch Brian Johnson erhielt damals den Zuschlag. Mit Metal Rendez-Vous ist den fünf Schweizern ein Album gelungen, welches verdammt gute Laune verbreitet und tierisch Spaß macht. Das wohl wichtigste Album der Schweizer!

Raibow - Rising / Erscheinungsjahr 1976

 Mastermind und DEEP PURPLE-Gitarren-Legende Ritchie Blackmore machte sich im Jahre 1976 daran einen absoluten Klassiker des Metal einzuspielen, und dass mit solch überragenden Musikern wie Sanges-Gott Ronnie James Dio, den er bei einer Band namens ELF entdeckte, Meister-Drummer Cozy Powell, Jimmy Bain am Bass sowie Tony Carey an den Keyboards. Zusammen mit Dio komponierte Blackmore hier 6 Songs die durch monumentalen Sound, Filigranität, bombastisches Schlagzeugspiel und vulminösen, schier unglaublichen Gesang glänzten. Hier wurde Blackmore´s Liebe zur klassischen Musik mit Dio´s kongenialen mittelalterlichen Lyrics sowie zeitlosem Hard Rock zu einer phantastischen Einheit kombiniert. Auch das für viele Fans spektakulärste RAINBOW-Opus „Stargazer“ ist vertreten. Das über 8 Minuten lang „Light In The Black“ stellt jedoch für mich den absoluten Höhepunkt dar, denn hier ist alles, ja alles vertreten was man als Rock-Fan jeglicher Coleur von einem überragenden Song erwartet. Wer wissen will warum Yngwie J. Malmsteen Ritchie Blackmore als seinen größten Einfluß angibt, und woher der Spruch „Dio is God!“ kommt sollte sich dieses Album schnellstens zulegen!


Pit Schneider