DEEP GREEN SUNSET & SURRENDER THE CROWN

07.03.2026
Pirmasens, "Z1"

Band-Links:
www.deepgreensunset.de
facebook.com/surrenderthecrown

DEEP GREEN SUNSET feierte die Veröffentlichung des neuen Studioalbums 'Chaos' im Z1!
Die sogenannte CD-Release-Show der Pirmasenser Alternative-Rock-Formation zog am Samstagabend rund 130 Fans ins einheimische Z1.

Da der Nebenraum des Z1 als Backstage-Bereich für beide Bands mit familiärem Anhang und umfangreichem Equipment herhalten musste, war der große Saal des Livemusik-Club somit fast gänzlich gefüllt und die Stimmung für die erstmals in Pirmasens spielende saarländische Vorgruppe SURRENDER THE CROWN entsprechend erwartungsfroh.
"Egal wer heute Abend den Hintern von der Couch kriegt hat Hundert Prozent Leistung von uns verdient", erläuterte Sänger Matthias Braun Schweres-Metall.de kurz vor dem Auftritt das Motto seiner Band.
Stilistisch wildert seine Band im Segment Alternative Metal, denn Reminiszenzen an Genre-Ikonen wie Alter Bridge, Creed, Disturbed und Godsmack sind unüberhörbar, doch mit Brauns charismatischer Stimmfärbung verfügt das Quintett über einen hohen Wiedererkennungsfaktor.
SURRENDER THE CROWN war zuletzt mit der deutschen Power-Metal-Legende Rage auf umfangreicher Tournee und präsentierte sich dementsprechend exzellent eingespielt. Famos geölt, geschmeidig wie eine alte Dampflokomotive und vom Start weg auf hoher Betriebtemperatur fiel dann so manchem Hard´n Heavy-Fans glatt die Kinnlade runter! Qualitativ verdammt nahe an den bereits genannten Referenzbands des Segments Alternative Rock/Metal dran gab´s eine Stunde lang feinstes Songmaterial auf die Ohren.
Im Programm befanden sich acht Songs aus dem aktuellen und von der internationalen Fachpresse völlig zurecht hochgelobten 2025er Album 'Travails'. Insbesondere "Signal Of The Noise", "We Need You Here", "Stand In Defiance" und vor allem "Chase Away The Ghosts" stachen aufgrund famoser Refrains heraus. Hooklines dieser Güteklasse haben David Draiman und Sully Erna ihren zahlreichen Fans schon längere Zeit nicht mehr präsentiert...
Die fünf Saarländer begeisterten durchweg mit instrumentalem Können, immenser Spielfreude sowie Agilität. S.T.C. wurden entsprechend abgefeiert und die Truppe hat im Z1 sicherlich zahlreiche neue Fans hinzugewonnen. Auch die Songtexte sind durchaus erwähnenswert, sprich der Titelsong umreißt die Botschaft des Albums klar: Wir entscheiden, ob uns das Leben bricht, oder ob wir daran wachsen.
Ein 60-minütiger Hammer-Gig der Lust auf wesentlich mehr macht!

"Die Fans können sich heute auf richtig gute und handgemachte Musik von lokalen Künstlern mit eigenen Liedern freuen. Alles entgegen dem Kommerzdenken und mit viel Power", erzählte mir DEEP GREEN SUNSET-Sänger Dennis Köhler kurz nach dem offiziellen Einlass. Und das Sextett präsentierte schließlich eine abwechslungsreiche zweistündige Werkschau, die annähernd alle Songs der tags zuvor veröffentlichten Platte 'Chaos' enthielt. Hierunter befand sich auch das treibende "Ikarus" als Einstieg und der 'tiefe grüne Sonnenuntergang' war direkt auf Betriebstemperatur. Nach den älteren Kompositionen "Adrenalin" und "No Time To Miss" wurde das aktuelle und schleppend daherkommende "Waiting" interpretiert, bevor den Fans mit "Affentheater" das nächste neue Glanzstück serviert wurde. Laut Gitarrist Chrisoph Fröhlich handelt der entsprechende Songtext vom Älterwerden der Bandmitglieder und diversen Entscheidungen, die privat und im Job getroffen wurden, bei denen sich jedoch im Nachhinein der Eindruck einstellte sich selbst hinterherzurennen und man sich nicht besonders gut fühlt. "Der Text ist ein Appell an sich selbst, dass es grundsätzlich darum gehen sollte das es seinem näheren Umfeld gut geht", so Fröhlich zu unserem Magazin.
Als große Überraschung für das erwartungsfrohe Publikum wurde mit "New Inspiration" gar ein brandneues Lied präsentiert, das es jedoch nicht mehr aufs neue Album geschafft hat und sich qualitativ nahtlos einreihte. Die heftig umjubelte aktuelle und sehr eingängige Single "Krieger" markiert den ersten gemeinsam entstandenen Song der Sänger Dennis Köhler und dem nach dreizehnjähriger Pause 2017 zurückgekehrten Kollegen Michael Glöckner. "Bei diesem Text geht es um das Gefühl, dass manchmal aufkommt, wenn man im Leben an ein Hindernis gelangt und Angst entsteht. Durch diverse Anlässe schöpft man jedoch wieder Mut weiterzumachen", führte Fröhlich gegenüber Schweres-Metall.de weiter aus.

Da die Stimmung der Konzertbesucher stetig anstieg, die Musiker vor Enthusiasmus sowie Energie strotzten und der Sound über den kompletten Abend hinweg exzellent war, muss insgesamt von einem beeindruckenden Konzertabend gesprochen werden.
Natürlich kamen Köhler, Glöckner & Co. keineswegs um lautstark geforderte Zugaben herum.
Bravo!

Bericht & Photos: Pit Schneider