MALLET
03.09.2005
Burg Lemberg, Lemberg (bei Pirmasens)
Bandlink:
www.mallet.de
MALLET bestritten das vierte Open Air-Konzert des Quasimoto Kultur- und Fördervereins auf der Burg Lemberg, und
das Ganz in prächtigem Mittelalter-Ambiente, mit phantastischem Rundumblick aus beindruckender
Höhe!
Dabei präsentierte sich das Wiesbadener Rock-Trio in prächtiger Spiellaune, obwohl die Songreihenfolge
bzw. Songauswahl nicht immer das Gelbe vom Ei war, aber dazu später mehr.
Zwar wollte die Sonne an diesem Tag nicht so richtig rauskommen, doch die Temperaturen waren sehr
angenehm und der Name Mallet ist inzwischen in der Pirmasenser Region durch etliche Gigs
in der "Quasimoto Music Hall" (jetzt "Quasimodo Event- und Music Hall") doch schon sehr bekannt, so daß
sich letztendlich zwischen 150 und 200 Rock Fans eingefunden haben dürften.
Und diese haben ihr Kommen mit Sicherheit nicht bereut, da Jürgen Rehberg (Lead-Gesang, Gitarre),
Mario Gerhards (Drums, Gesang) & Manfred Dünzl (Bass, Gesang) mittlerweile auf eine 25-jährige
Bühnenerfahrung zurückblicken können, und sich bereits mit Größen wie Scorpions, Saxon, Manowar, Bonfire
und Roger Chapman die Bühne teilten. So daß die Band absolut tight eingespielt ist, jeder der drei
Musiker über eine gute Stimme und exzellentes instrumentales Können verfügt, und immer noch Spaß und Enthusiasmus ohne Ende versprüht.
Den Anfang machte man mit dem Oldie "Some Kind Of Wonderful", das erstaunlicherweise recht funky
vorgetragen wurde. Doch die Band fühlt sich bekanntermaßen in vielen Rock-Genres zuhause.
Weiter ging es dann im Verlauf diesen Open Air-Konzerts mit Songs der Marke "Bad Moon Rising" (CCR),
"Whisky In The Jar" der legendären Thin Lizzy und "Locomotive Breath" von Jethro Tull. Dazwischen streute
das Trio immer wieder eigene Songs wie "Goodbye, Farewell, Bye Bye" oder die von Rehberg alleine in
beindruckender Weise vorgetragene Akkustik-Ballade "Heaven", Songs die auch im Vergleich mit diesen Klassikern
absolut bestehen können.

Das zu Beginn angsprochene Manko ist jedoch folgendes: Nach einem absoluten Kracher-Song wie "Easy Livin´"
von Uriah Heep, das verdammt langweilige & einschläfernde "Easy" von den Commodores folgen zu lassen, grenzt
schon fast an Körperverletzung des geneigten Rock-Fans, und die Stimmung ebbt gewaltig ab. Eigentlich absolut
unverständlich, da Mallet so viele hochklassige Eigenkompositionen und Cover-Songs im Programm haben um
mal wirklich zumindestens eine halbe Stunde lang die Hütte sprich die Burg "brennen zu lassen"! Darüber sollte man sich
seitens der Musiker wirklich ernsthafte Gedanken machen, da dieses nun schon etliche Male bei
Mallet-Konzerten in Gesprächen mit anderen Besuchern ein Thema war.
Alles in allem kann man den Konzert-Abend jedoch als gelungen bezeichnen, und die meisten der Besucher
dürften ihren Spass gehabt und zufrieden den Heimweg gen Lemberger Tal angetreten haben.
Bis zum nächsten mal, "Roll Mallet Roll"!
Bericht & Photos: Pit Schneider, September 2005