Das Album des Monats Mai 2026
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Interpret,
Titel: ERIK GRÖNWALL - Bad Bones
Medium: CD Stil: Hard/Heavy Rock Erschienen: 22.05.2026 Label: Playground Music (Vertrieb: Cargo Records) Link: erikgronwall.com Bewertung: 9,5 von 10 |
Wir kennen ihn als Frontman von H.E.A.T und zuletzt als Sänger bei SKID ROW und MICHAEL SCHENKER - Erik Grönwall
Nun werden die Fans endlich mit seinen eigenen Songs belohnt. Natürlich wieder mit am Start sein langjaehriger Kumpel und Bandkollege aus H.E.A.T-Zeiten Jona Tee
als auch Gitarrist Philipp Naeslund (Bruce Dickinson) sowie Fredrik Thomander.
Vielen Fans dürften diese bereits von Grönwalls YouTube-Kanal bekannt sein, wo er in der Vergangenheit regelmäßig (nicht nur) Coversongs veroeffentlichte.
Einige der Songs gab es in der limitierten 'Eriksplanations 1-3' auf Vinyl zu erstehen.
Das "Bad Bones" betitelte Album beinhaltet zehn abwechslungsreiche Songs, und alle tragen Eriks typische gesangliche Handschrift - melodiös, dynamisch, kraftvoll, gefühlvoll und einfach unverwechselbar.
Die Hälfte der Songs, beispielsweise "Praying For A Miracle", "Lost For Life", "Twisted Lullaby" könnten durchaus auch auf ein H.E.A.T-Album mit Erik passen.
Der Titelsong BAD BONES lässt an seine Zeit bei Skid Row erinnern und der Opener "Born To Break" dürfte auch auch Fans der Band Kissin' Dynamite sehr ansprechen.
In eine etwas andere Richtung geht es bei Song Nr. 4, "Who´s The Winner". Dieser Titel erinnert an alte Queen-Songs wie z. B. "Killer Queen".
Mit den typischen Arrangements von Klavier, Chor und klassischem Orchester, dem Wechsel zwischen ruhigen und rockigeren Parts könnte er durchaus auch zu einem (Queen-) Musical
gehören und zeigt sehr gut die große Wandlungsfähigkeit und Bandbreite Grönwalls.
Ein kleines Geschenk an mich ist der Songs "Save Me", welcher aus der Feder von Eclipse-Mastermind Erik Martensson stammt und welcher dieser auch gitarrentechnisch unterstützt.
Für mich als riesiger Eclipse-Fan ein echtes Schmankerl, da Erik & Erik hier toll harmonieren und das Ganze wie ein Kind von H.E.A.T und Eclipse klingt.
Das sollte wohl ausreichend erklären warum es sich bei dem Song um meinen Top-Favoriten auf dem Album handelt.
Aus irgendeinem Grund denke ich bei "Hell & Back" an Michael Jacksons "Thriller". Zum Glueck ist dieser Song nicht ganz so lange und auf das Wesentliche kompensiert,
hat aber durchaus atmosphaerische Anleihen an den Klassiker des King of Pop, obwohl es hier wesentlich rockiger zu Wege geht.
"How High" dagegen hat ein gewisses Southern Rock-Flair, was nicht zuletzt an den geilen Blues Gituar-Einlagen liegt, und groovt herrlich.
Mit "Written In The Scars" kredenzt uns Erik auch noch eine wundervoll gefühlvolle Ballade, welche ebenfalls von Orchester unterstützt wird und sich zum Ende hin dramatisch
steigert bevor es wieder ganz ruhig endet. Empathische Seelen werden bei dieser ausdrucksvollen Performance nur so dahinschmelzen.
Fazit: Zehn Songs mit Melodien, die direkt im Ohr bleiben und trotzdem eine tolle Dynamik haben, gesungen von jemanden der eigentlich alles singen kann und dem (nicht nur)
stimmlich keine Grenzen gesetzt zu sein scheinen. Was will man mehr?!
Erik Grönwall ist meiner Meinung derzeit einer der besten Sänger auf dem Markt.
Ich habe ihn mal Freddy Mercury von Queen verglichen, denn was Freddy für die Musikszene im letzten Jahrhundert war ist Erik für die aktuelle Szene.
Lediglich die Tatsache, dass die Songs überwiegend eine Spieldauer von unter 4 Minuten haben und das gesamte Album damit nur eine Gesamtspielzeit von etwa 35 Minuten hat,
machen es zu einem im doppelten Sinne recht kurzweiligen Hörvergnügen und führen hier zum Punktabzug.
(Yvonne Bernhard, Mai 2026)
Tracklist:
1. Born To Break
2. Bad Bones
3. Praying for A Miracle
4. Who's The Winner
5. Lost For Life
6. Twisted Lullaby
7. Save Me
8. Hell & Back
9. How High
10. Written In The Scars
11. Yesterday Begins (Digipak Bonus-Track)