CORNERSTONE & RAZORBACK
21.04.2007
Rockkneipe Zur Schwemme
Bandlinks:
www.cornerstonemusic.dk
www.razorback-online.com/
Dies war zweifellos der bisherige Konzert-Höhepunkt in der "Schwemme" und für unser Magazin als
Kooperationspartner wurde ein Traum wahr: CORNERSTONE mit ihren beiden Aushängeschildern
Dougie White am Gesang (ex-Rainbow, Yngwie Malmsteen) und Bassist Steen Mogensen (ex-Royal Hunt) gastierten im Rahmen
ihrer Europa-Tournee in der Rockkneipe! Das konnte einem schon Tage vorher Gänsehaut über den Rücken
jagen... mit "im Gepäck" hatte die schottisch/dänische Band ausser ihrem aktuellen Top-Album
'Two Tales Of One Tomorrow'
auch noch die deutschen Hard Rocker RAZORBACK.
Diese erwischten einen Einstieg nach Maß und mit dem Schweden Stefan Berggren hat die Band einen außergewöhlich
guten Sänger in ihren Reihen, der mit seiner mitreissenden Performance schwer beeindruckte. Doch
auch Bandgründer/Gitarrist Rolf Munkes, Bassist Chris Heun und Tour-Drummer Danny Needham (Tony Martin Band)
waren Spass & Spielfreude jederzeit anzumerken. Das war doch mal wieder etwas ganz anderes für Razorback, solch einen intimen
schweisstriefenden Kneipengig hinzulegen. So kamen dann "Hero" oder der Titelsong vom neuen Album
'Deadringer' genau so gut bei den zahlreich erschienenen Fans an wie beispielsweise
"The Flames Still Burns" oder der absolute Obergroover vor dem Herren: "It´s Allright" von der
Vorgängerscheibe 'Criminal Justice'.
Die Band lebt ganz klar vom prägnanten, riffbetonten
Gitarrenspiel von Munkes und dem unglaublich guten/kraftvollen Gesang von Berggren, der deutlich machte wieso er in
der Vergangenheit das Mikro bei Company Of Snakes inne hatte. Denn dort spielen solch illustre Leute wie
Bernie Marsden, Mickey Moody & Neil Murray, einst alles ehemalige Bandkollegen von David Coverdale bei Whitesnake.
Leider sollte schon nach 45 min. Schluss sein, denn als Support darf man meistens keine Zugaben geben. Doch die zahlreich erschienenen Rockfans in der Kneipe hatten eindeutig Lust auf mehr, was der tosende Applaus und die Zugaberufe deutlich machten. Eine überzeugende Leistung von Razorback!
Die Spannung stieg, denn die legitimen Nachlassverwalter des schier gewaltigen Rainbow-Erbes ließen
nicht lange auf sich warten und beigeisterten mit "Misery", dem flotten Opener der aktuellen CD, auf Anhieb. Welch eine Ausstrahlung, welch
eine Stimme, welch eine Präsenz auf der Bühne. Hier waren ganz große Musiker zugange die verdammt
viel Spaß & Lust auf harten, melodiösen Rock hatten. Ich musste mir dann später öfters (wie viele andere Fans) schon einige Male die Augen reiben bzw.
mich kneifen ob dies alles wahr sein konnte...
Ein Mega-Song jagte den nächsten, allen voran "Unchosen One" und das
gigantische 5-minuten Epos "Forever Young" ('Human Stain'; 2002), "When The Hammer Falls"
('Once Upon Your Yesterdays'; 2003) und natürlich auch die Kompositionen des aktuellen eingangs schon
genannten superben Silberlings. Nach jedem Song brandete tosender Applaus auf, welcher der Band nach einer eher
gewöhnungsbedürftigen Location tags zuvor in Dornbirn/Österreich merklich gut tat, Ansporn zugleich
war und zudem zeigte wo in Pirmasens und Umgebung
das Herz des Hard Rock & Heavy Metal schlägt: Hier in der "Schwemme"! So war der Spaß den White, Mogensen
& Co. an diesem Abend hatten unüberhörbar und auch ein Ritchie Blackmore hätte die Stimmung sprich
Begeisterung nicht mehr steigern können, zumal sich Kasper Damgaard als exzellenter Gitarrist präsentierte.
So wurden Cornerstone nach einem denkwürdigen Gig von tosemdem Beifall und etlichen Schulterklopfern
begleitet in den Backstagebreich entlassen. Dieser Weg führte sie mitten durch die Fans! So nahe wird man dieser Band bei einem
Konzert in absehbarer Zeit wohl nicht mehr kommen können.
Doch etwa eine halbe Stunde später konnte man sich erneut von der Fan-Nähe und Bodenständigkeit dieses Tour-Packages überzeugen, denn Cornestone, allen
voran ihr sympathischer Sänger und auch die netten Jungs von Razorback erfüllten unzählige
Autogrammwünsche, fachsimpelten & tranken ein Bier mit den Fans und waren um keine Anekdote aus dem Musikerdasein verlegen. Ein absolut vorbildliches Verhalten
an dem sich so manche Möchtegern-Rockstars eine dicke Scheibe abschneiden können. Ein Bild für die Götter
dann auch Dougie White (im Schweres-Metall T-Shirt) vor der genialen Musikbox der Location stehend, wie er
andächtig "Child In Time" von Deep Purple lauschte. O-Ton zu mir:
Bericht: Pit Schneider
Photos: Norbert Leis